Alcalay, Luna

Gliederungen (1970)
für sieben Bläser
Fl. Ob. Kl. Fg. Hr. Tr. Ps.
Material auf Anfrage
Dauer: 12’
MOD 1850 // Partitur

New Point of View (1972)
für Orchester
2. 2. 1. Bkl. 1. / 1. 2. 1. 0. / Hf. 3 Schlzg (Cel. Glsp. Xyl. Vib). / Str.
Material auf Anfrage
Dauer: 18’
MOD 1701 // Partitur

Platitudes en occasion (1972)
für zwölf Vokalisten, Streichquintett und zwei Schlagzeuger
12 St. / 0. 0.0. 0. / 0. 0. 0. 0. / 2 Schlzg. / 1. 1. 1. 1. 1.
Dauer: 12’
MOD 1683 // Partitur / Chor-P. / Sti.

Signals (1964)
für Kammerorchester
1. 2 (Eh). 2 (Bkl). 2 (Kfg). / 1. 1. 1. 0. / Hf. Cel. Vib. Xyl. 2 Schlzg. / 1. 1. 1. 1. 1.
Dauer: 10’
MOD 1430 // Partitur / Sti.

Triple Fusion
(1964)
für Klavier
Spieldauer: 10-12’
Dauer: variabel
MOD 1429 // Partitur

Umwertungen [Revaluations] (1971)
für Klaviertrio
Klav. Vl. Vc.
Spieldauer: 15-18’
Dauer: variabel
MOD 1770 // Partitur

Una strofa di Dante (1967)
in tre disposizione e un epilogo
für gemischten Chor und Orchester
Chor SATB / 4 (2 Picc). 4 (Eh). 5 (Bkl). 4 (Kfg). / 4. 4. 4. 1. / 4 Schlzg. / Str.
Dauer: 18’
MOD 1398 // Partitur / Chor-P. / Sti.

WEITERE WERKE

Drei statische Gebilde (1964)
für sieben Instrumentalisten
MOD 1591

Numérotage actionne (1965)
Suite aus einem Ballett für Kammerorchester
MOD 1428

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1968)
für Sprecher, gemischten Chor und Streichinstrument(e)
MOD 1865


Night Club Pieces (1968)
für sechs Instrumentalisten
MOD 1489

Identifications (1970)
Tutti-Passagen für Streichorchester
MOD 1742

Trio (1971)
für Flöte, Oboe, Klarinette mit Schlagzeug
MOD 1769

Organisationen (1972)
für Ensemble in vier Gruppen

MOD 1682

In memoriam Ossip Mandelstam (1973)
für Sprecher (oder Tonband) und großes Orchester
MOD 1696

Drei Serenaden
(1973)
Obsession - Fiction – Aversion
für Kammerensemble
MOD 1684

En circuit
(1990)
Der alte Friedhof in Prag
für Mezzosopran und KammerorchesterMOD 2266

Luna Alcalay wurde 1928 in Zagreb geboren. Nachdem die Familie nach Wien übergesiedelt war, studierte sie ab 1951 an der dortigen Musikhochschule Klavier und Komposition. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums im Jahre 1958 erhielt sie ein Stipendium für einen einjährigen Aufenthalt am österreichischen Kulturinstitut in Rom. Viele Jahrzehnte lang war sie als Pädagogin tätig: Von 1963 bis 1995 unterrichtete sie Klavier an der Universität für Musik und darstellenden Kunst in Wien.

Luna Alcalaygehörte zu den führenden österreichischen Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie konnte schon früh internationale Erfolge verbuchen, die sich auch in zahlreichen Preisen niederschlugen. 1963 und 1964 erhielt sie Auszeichnungen bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt und Auszeichnungen beim Internationalen Wettbewerb der Stiftung Gaudeamus in den Niederlanden; 1973 folgten mehrere Selektionen und Auszeichnungen beim Wettbewerb der International Society for Contemporary Music in Italien, in jenem Jahr erhielt sie zudem den ersten Preis beim Kompositionswettbewerb des Landesstudios Steiermark des ORF und 1973 und 1992 den Musikpreis ihrer Heimatstadt Wien.

Ihre kompositorischen Anfänge liegen in der seriellen Kompositionsweise, von der aus sie nach Anregungen bei den Darmstädter Ferienkursen in den 60er Jahren bzw. von Bruno Maderna zu ihrer eigenen Systematik fand. In den 70er Jahren begann sie sich mit multimedialen Ausdrucksformen zu beschäftigen. 1994 formulierte sie selbst: „Anfänglich der seriellen Schreibweise verhaftet; sukzessive Individualisierung einer eigenen Systematik, Bevorzugung einer signalisierten Kommunikationssprache; letztlich ist als einer der wichtigsten Faktoren der Arbeitsweise die nonkonformistische Einstellung der Musik und der Tradition gegenüber zu erwähnen.“ Diese kritische Herangehensweise drückte sich in ihrer Offenheit gegenüber unterschiedlichen Stilen wie etwa des Jazz aus, aber vor allem auch in ihrem Einsatz für das Menschliche verbunden mit tiefer Emotionalität.

Dieser Einsatz kam in ihrer Stoffwahl zum Ausdruck. 1968 komponierte sie im Auftrag des österreichischen Musikrates eine „UNO-Kantate“ und vertonte den Text der Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. 1985 schrieb sie die Oper „Jan Palach“, die die Selbstverbrennung des zwanzigjährigen Studenten am 16. Januar 1969 auf dem Prager Wenzelsplatz aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings zum Thema hat.

Am 9. Oktober 2012 verstarb die Komponistin Luna Alcalay kurz vor ihrem 84. Geburtstag in Wien.

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Ausgewählte Komponisten
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