Venables, Philip

The Revenge of Miguel Cotto (2012)
Text: Steven J Fowler
für zwei Männerstimme und neun Instrumentisten
3Pos – acc.2Schlgz – 3Vl
Dauer: 15’
UA: 16.05.2012, Village Underground, London

Numbers 76–80: tristan und isolde (2011 )
Text: Simon Howard
für vier Stimme (SATB) und Streichquartett
Dauer: 14’
UA: 19.09.2011, Southbank Centre, London

Numbers 91–95 (2011)
Text: Simon Howard
Dauer: 9’
für Sprecher und zwei Tonbandgeräte, Harfe, Flöte und Holzschnitt
UA: 10.11.2011, Wien Modern, Wien

Piano Studies (2006-2011)
Klav
Dauer: 17’
UA: 08.01.2007, Southbank Centre, London

Klaviertrio im Geiste (2011)
Vl, Vc, Klav
Dauer: 11’
UA: 08.06.2011, The Forge, London

Flipp (2011)
2 Saxophone der selben Gruppe
Dauer: 3’
UA: 24.05.2011, Unerhörte Musik, BKA Theater, Berlin

Philip Venables setzt sich in seinen Kompositionen intensiv mit den Themen Gewalt, Politik und Sprache auseinander. Seine Musik wurde als „brutal effektiv“ (Times) und als „spielerisch und bisweilen verstörend“ (Guardian) beschrieben. In einer jüngsten Kritik des Guardian heißt es: „Venables Komposition Illusions ist ein krasses Dokument des homosexuellen Individualismus, das die Grenzen von Form, Emotion und Sexualität austestet – ein brillantes, extremes Werk, das sich wie ein Schraubstock festzieht und einen nicht mehr loslässt.“

Zu den Interpreten und Auftraggebern der Musik von Philip Venables gehören u. a. das Royal Opera House, das BBC Philharmonic und BBC Symphony Orchestra und die Wigmore Hall London. Außerhalb Großbritanniens wurden seine Werke u. a. im Berliner HAU (Hebbel am Ufer), auf Kampnagel Hamburg und im Theater Basel aufgeführt. Philip Venables erhielt Kompositionsaufträge von der London Sinfonietta (The Revenge of Miguel Cotto, zusammen mit dem Schriftsteller Steven J. Fowler; Illusions zusammen mit dem Performancekünstler David Hoyle), vom Ensemble Endymion & EXAUDI (numbers 76-80: tristan und isolde), vom Ensemble 10-10 (ANIMA), und von der Black Dyke Brass Band.

2016 debütierte Philip Venables am Royal Opera House mit dem Werk 4.48 Psychosis, die erste autorisierte Adaption des gleichnamigen Bühnenstücks der berühmten britischen Autorin Sarah Kane. Für die Komposition wurde er 2016 mit dem UK Theater Award im Bereich Oper ausgezeichnet. Auch die Presse zeigte sich begeistert: „Venables beweist, dass er einer der besten Komponisten ist.“ (Guardian); „Er fordert die Konventionen der Oper heraus und frischt diese alte Kunstform auf.“ (Observer) „Experimentieren im Dienste absoluter emotionaler Präzision: Venables ergiebiges Werk ist eine der aufregendsten Opern der letzten Jahre, gerade weil es einigen der dunkelsten Gedanken eine Stimme verleiht.“ (Spectator)

Zu seinen jüngsten Projekten gehören Bound to Hurt, eine Kollaboration mit dem Turner-Preisträger Douglas Gordon. Für die Zukunft sind ein Violinkonzert sowie neue Fassungen der Werke Unleashed und Illusions für die New Music Biennial 2017 sowie eine Wiederaufnahme von Unleashed geplant. Im Jahr 2017 ist Philip Venables zudem Composer-in-Residence bei der MacDowell Colony in New Hampshire. Sein erstes Kammermusikalbum wird 2018 bei NMC veröffentlicht.

Philip Venables wurde 1979 in Chester geboren. Er studierte zunächst an der Cambridge University und dann bei Philip Cashian und David Sawer an der Royal Academy of Music, an der er seitdem promoviert. Für die Dokotorarbeit über den Zusammenhang von Gewalt, Musik und Sprache erhielt er 2012 ein Stipendium des Arts and Humanities Research Council. Zur gleichen Zeit war er zusätzlich Soundhub Associate beim London Symphony Orchestra sowie von 2013 bis 2016 Composer-in-Residence am Royal Opera House und an der Guildhall School of Music & Drama. Philip Venables lebt in London und Berlin.


Photo: Harald Hoffmann
Ausgewählte Komponisten
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