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Ricordi trauert um Klaus K. Hübler

Ricordi trauert um Klaus K. Hübler

Ricordi trauert um Klaus K. Hübler, der im März 2018 verstarb. Der Schweizer Komponist, geboren am 12. Juli 1956 in München, studierte Komposition bei Peter Kiesewetter und Brian Ferneyhough sowie Musikwissenschaft in München. Seit 1975 schuf Hübler komplexe, vorrangig kammermusikalische Werke. Seine herausragenden Beiträge zur Gegenwartsmusik wurden früh in musikjournalistischen und -wissenschaftlichen Diskursen rezipiert und von renommierten Interpreten aufgeführt.

Für sein Schaffen wurde Klaus Hübler mit zahlreichen Preisen und Stipendien geehrt, darunter der Förderpreis der GEMA-Stiftung und der Stipendienpreis des Internationalen Musikinstituts Darmstadt (1982). Zudem erhielt er zweimal den Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart (1977 und 1990). Mit zunehmender internationaler Reputation wurden Hübler Einladungen zu Kompositionsforen ausgesprochen, wie der Internationalen Gaudeamus-Musikwoche (1983), den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt (1984–88) und dem Pittsburgh International Music Festival (1986). Neben seiner kompositorischen Tätigkeit verfasste er kritische Schriften u.a. über John Cage und Karlheinz Stockhausen. 

1989 musste Klaus Hübler aufgrund einer schweren Erkrankung für sechs Jahre seine Arbeit niederlegen, um dann mit Werken wie Maske. Mutmaßung für Akkordeon, die ganz im Zeichen seines sich zielstrebig entwickelnden Kompositionsstil standen, einen radikalen und erfolgreichen Neuanfang zu wagen.

Hüblers Werke wurden seit 1975 von der Edition Tre Media, die heute zu Ricordi Berlin gehört, verlegt. 

Werke

"...gegen..." (2012)
für drei Piccoloflöten und vier Klaviere
UA: Stuttgart 06.02.2004
TME 3495
 
Daphne (2011)
für Violoncello
UA: Zürich 1997
TME 3492
 
I Leave My Love Alone (2009)
für Flöte, Violoncello und Akkordeon
UA: Wien 2000
Dauer: 8‘
TME 1203
 
Azoth (2008)
für Piccoloflöte und kleines Ensemble
UA: Graz 2000
Dauer: 16‘
TME 1201
 
Abraxas (2007)
für Tenorsaxophon, Kontrabass und Ensemble
UA: Schreyahn 2001
Dauer: 10‘
TME 1202
 
Buechlyn (2007)
für Blockflöte solo
UA: Basel 05.12.2002
Dauer: 3‘
TME 1137
 
L'Empire de des lumières
(2006)
für Paravent, Pipa und zwei Klarinetten
UA: Zürich 1979
Dauer: 7‘
TME 867
 
B. B. H. (2005)
für Klavier linke Hand, Sprecher und Jandl
UA: Bourges 06.06.2002
Dauer: 17‘
TME 777
 
"Air en echo" oder "Les deux profils" (2005)
für Barocklaute
Dauer: 5‘
TME 781
 
Etwas, was sich wiederholt: Wellen (2004)
Versuch für Kinder für Chor und Kammerorchester
UA: Cochabamba September 2004
Dauer: 5‘
TME 725
 
Vanitas (2000-02)
für Orchester
UA: Zürich 2002
Dauer: 18‘
TME 615
 
Zeitung (2000)
für einen Schlagzeuger (aus "Ohne Titel")
UA: Hombroich 10.05.2002
Dauer: 12‘
TME 746
 
Hörsermon (1998-99)
Stücke für Maria IV Klitterung für Sprecher, Violoncello und Klavier
UA: Leipzig 14.01.2002
Dauer: 9‘
TME 611
 
Kunst (1998)
für Flöte, Harfe und Bratsche
Dauer: 4‘
TME 608
 
"Queneau und ich" (1996-97)
2. Streichtrio mit Tonband
Dauer: 11‘
TME 612
 
Maske (1995-96)
Mutmassung für Akkordeon
UA: Brüssel 05.12.1988
Dauer: 9‘
TME 606
 
Drei Volksliedbearbeitungen (1981)
für Mezzosopran, Klarinette und Zither
UA: Bern 31.01.2002
Dauer: 10‘
TME 745
 
Capriccio sopra B-A-C-H (1975)
für Klavier vierhändig
UA: Hombroich 09.05.2002
Dauer: 3‘
TME 685
 
Notturno
Dauer: 7‘
MOD 5237
 
Riflessi 
Dauer: 7‘
MOD 5229
 
Streichquartett Nr. 2   
'Sur le premier prélude'
Dauer: 10‘
MOD 5236